Nordby - die Hauptstadt Fanøs

 

Die Fährverbindung nach Fanø verläuft zwischen Esbjerg und Nordby. Bereits an Bord bekommt man einen ersten Eindruck der Insel und von Nordby, einer kleinen gemütliches Stadt mit vielen alten Häusern aus dem 19. Jahrhundert, umgeben von wunderschöner Natur.

Die Nähe zur Natur erlebt man bereits am Hafen. Von der Hafenpromenade aus kann man zahlreiche Wattvögel beobachten, und oft liegen Robben auf der kleinen Sandbank  50 m vom Kai entfernt.

Beim Betrachten alter Fotografien kann man feststellen, dass viele der schmalen Gässchen und Wege Nordbys sich nicht wesentlich im Laufe der Jahrhunderte verändert haben.  Man sollte sich die Zeit nehmen, durch die verwinkelten Straßen zu schlendern und auf Erkundung  zu gehen.

Gleichzeitig ist Nordby aber auch eine moderne und aktive Stadt. Mit seinen 2800 Einwohnern ist sie das Geschäfts- und Verwaltungszentrum der Insel. Hier findet man  Rathaus, Schule, Ärztehaus, Bibliothek, Sporthalle, Fremdenverkehrsamt und die meisten anderen öffentlichen Institutionen.

 

 

Fanøs Schifffahrts- und Trachtensammlung

Das Museum „Fanøs Skibsfarts- og Dragtsamling“ zeigt die Geschichte Fanøs, die Lebensbedingungen der Bevölkerung und die besondere Seefahrerkultur der Insel durch die Jahrhunderte.  In der Ausstellung sind Schiffsgemälde sowie Schiffsmodelle im Maßstab 1:48 zu sehen, es hat fast den Anschein, man könne selbst an Bord des kleine Ewers oder des Vollschiffes gehen.

Die Ausstellung im 1. Stock zeigt das Leben der Frauen auf der Insel und die charakteristischen Fanø-Trachten vom ersten Konfirmationskleid bis zur schönen Festtracht  in bunter Seide, farbenfrohen Stickereien und Knöpfen in Silber oder Bernstein.

 

 

Fanø Museum

Nach außen hin ein bescheidenes Gebäude, das 1801 gebaut wurde. Das Museum ist nach einer großen Renovierung 2018 wiedereröffnet worden. Im Inneren kann man einen Eindruck davon bekommen, wie die Menschen vor 150 – 200 Jahren auf der Insel gelebt haben. Die Sammlung zeigt sowohl Möbel, Werkzeug und Gerätschaften des privaten Haushalts als auch die mehr exotischen Gegenstände, die die Seefahrer mit nach Hause gebracht haben.

 

 

Nordby Kirche

Stattliche und ungewöhnliche Hallenkirche, schöner und einfach eingerichteter Innenraum mit ca. 700 Sitzplätzen, Altar und Kanzel an der südlichen Längswand von 1622. Das Taufbecken aus Bronze stammt wahrscheinlich aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts, die Marcussen-Orgel aus dem Jahr 1845. Mehrere schöne Schiffsmodelle. Die Kirche wurde 1971-72 renoviert und erhielt wieder ihr ursprüngliches Aussehen von 1786.

Im Sommer wird die Nordby Kirche für die sehr beliebten Sommerkonzerte genutzt, wo jeden Dienstagabend Konzerte mit internationalen bekannten klassischen Künstlern auftreten.