Nationalpark Wattenmeer

Fanø liegt mitten im Nationalpark Wattenmeer. Der Nationalpark reicht von Blåvandshuk im Norden bis zum Marschgebiet um Tønder im Süden. Diese besondere Landschaft erstreckt sich vom Wattenmeer über die Inseln Fanø, Mandø und Rømø zu den tiefgelegenen Küstenabschnitten und Deichen des Festlandes.

Das Wattenmeer wurde 2010 zum Nationalpark erklärt und 2015 in das UNESCO Welterbe aufgenommen. Die von der UNESCO geführte Liste des Welterbes enthält Kulturdenkmäler und Naturstätten, die auf Grund ihrer Einzigartigkeit weltbedeutend sind. Sobald eine Stätte auf diese Liste aufgenommen wird, anerkennt die Weltgemeinschaft deren Bedeutung für die Menschheit und für die Zukunft.

 

 

 

Die Landschaft

Das Wattenmeer ist einzigartig, weil es eine große, zusammenhängende, relativ junge Landschaftsform ist. Besonders ist auch, dass es vorwiegend durch das Meer geformt wurde und nur ein geringer Anteil durch die Einmündung von Flüssen entstanden ist.

Dynamik

Die Landschaft des Wattenmeeres verändert sich ständig. An diese Veränderungen müssen sich Tier- und Pflanzenwelt laufend anpassen. Werden an einer Stelle des Wattenmeeres Lebensräume durch Wind und Wetter zerstört, entstehen neue an anderer Stelle. Das Wattenmeer setzt sich aus verschiedensten Lebensräumen zusammen, wo nur Tiere und Pflanzen überleben können, die sich an diese spezielle Umgebung angepasst haben. Im Watt und in der Marsch haben sich so Tier- und Pflanzenarten angesiedelt, die in Salzwasser und mit den wechselnden Gezeiten überleben können.

 

 

Biologische Vielfalt

Das Wattenmeer in Dänemark, Deutschland und Holland. Das Wattenmeer erstreckt sich auf 60% des gesammelten Gezeitengebietes Europas und Nordafrikas. Diese Größe bietet den verschiedensten Tierarten eine Auswahl an Lebensräumen oder erlaubt ihnen, im Lauf der Zeit, ihre eigene Nische zu finden.

Die Gegend rund um das Wattenmeer besteht aus unterschiedlichen Landschaftsformen, hier finden sich Dünen, Marsch und Heide. Dominierend in dieser Landschaft ist aber das Watt, der sichtbare Meeresboden bei ablaufender Ebbe. Auf den ersten Blick sieht das Watt tot und eintönig aus. Dieser erste Eindruck täuscht.  Die meisten Tiere leben tief eingegraben im Wattboden und haben sich den großen Schwankungen von Temperatur, Strömung und Feuchtigkeit angepasst. Die Menge (gemessen am Gewicht) der im Watt lebenden Tiere übersteigt die der am Meeresgrund lebenden um das 10fache. Der geringe Wasserstand und die hohe Sonneneinstrahlung begünstigen ein hohes Algenwachstum. Diese Algen sind die Grundlage für eine weit verzweigte Nahrungskette,  zu der u.a. Wasserdeckelschnecken, Wattwürmer, Einsiedlerkrebse und andere Arten von Wasserschnecken und Muscheln zählen.

 

 

 

Strandwiesen im Wattenmeer

Strandwiesen gehören zu den wertvollsten Lebensräumen Dänemarks. Das umfangreichste Strandwiesengebiet auf Fanø ist das Grün im nördlichen Teil von Fanø.

An der Südspitze von Fanø finden wir die Wiese mit dem eigenartigsten Namen "Die Hühne". Die Wiese ist nicht groß, aber sehr interessant.

 

 

Die Tiedewasser ist ein entscheidender Faktor für Fanø und das Wattenmeer. Kurz gesagt, die Flut ist der regelmäßige Anstieg und Abfall des Wasserspiegels. Dies erfolgt in einem Zyklus von 12½ Stunden. Die Zeit des höchsten Wasserstandes wird als Fluss und niedrigste Ebbe bezeichnet. Der Höhenunterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt im Wattenmeer ca. zwei Meter - der höchste in Dänemark.

 

 

Søren Jessens Sand

Landschaften verschmelzen mit Fanøs größter Sandwüste. Im Søren Jessens Sand können Sie das ganze Jahr über spazieren gehen.

Von Fanø Bad aus können Sie ein Stück in nördlicher Richtung entlang des Dünenfußes radeln. Aufgrund des Sandaustritts ist es jedoch nicht möglich, auf den zentralen Teilen des hohen Sandes zu radeln. Es ist genau die unpassierbare Landschaft, die Søren Jessens Sand zu einem großartigen Naturerlebnis macht.

 

100 Erlebnisse in der Natur

Wer mehr über die vielfältige Natur des Wattenmeeres erfahren möchte, ist mit dem Buch „100 Naturoplevelser i Sydvestjylland“ gut beraten. Naturführer Marco Brodde erzählt auf fesselnde Weise von der Landschaft, von Pflanzen, Insekten, Vögeln und anderen Tieren im Nationalpark und wo man sie erleben kann. Das Buch (200 Seiten) ist für 65,- Kronen im Fremdenverkehrsamt Fanø erhältlich.